Die 8 häufigsten Fehler bei der Jahresabschlusserstellung
Autor: Marco Schäfli
Die 8 häufigsten Fehler bei der Jahresabschlusserstellung von Finanzdienstleistern – und wie Banken, Vermögensverwalter und Finanzinstitute sie beim Jahresabschluss 2025 vermeiden.
Wenn wir bei SWA Swiss Auditors AG ein neues Mandat übernehmen – ob Bank, Vermögensverwalter, Fondsleitung, FinTech, KKV oder SRO-regulierte Institution – wiederholt sich oft dasselbe Bild: Der Jahresabschluss steht an. Die Unterlagen sind vorbereitet. Die Teams arbeiten am Limit. Auf den ersten Blick wirkt alles bereit.
Doch auf den zweiten Blick erkennen wir sofort: Es fehlen entscheidende Elemente. Nicht, weil jemand schlecht gearbeitet hätte, sondern weil niemand je erklärt hat, was wirklich prüfbar sein muss und wie die Unterlagen aufgebaut sein müssen, damit sie regulatorischen Standards entsprechen. Genau diese Lücken führen zu Nachfragen, Zusatzschlaufen und Verzögerungen. Sie verursachen Stress – auf Seiten des Instituts und auf Seiten der Prüfer. Damit Sie diese Zeit und Nerven sparen, haben wir die häufigsten Muster zusammengefasst. Und noch wichtiger: Wir zeigen, wie Sie sie 2025 sicher vermeiden können.
1. Fehlende oder unzureichende Bewertung der Forderungen (OR 960a)
In vielen Jahresabschlüssen sehen wir, dass Forderungen einfach übernommen werden – ohne die dahinterliegenden Überlegungen offenzulegen. Was oft fehlt:
- keine Aging-Analyse (30/60/90/180 Tage)
- keine dokumentierte Werthaltigkeitsprüfung
- kein nachvollziehbares Bewertungsmodell
- keine Abklärungen zur Einbringlichkeit
Warum ist das problematisch?
Ohne diese Informationen ist die Forderungsposition nicht prüfbar und muss nachträglich ergänzt werden. Das führt zu Verzögerungen.
Wie SWA hilft:
Wir zeigen Ihnen, welche Evidenzen benötigt werden, wie sie effizient erstellt werden und wie eine prüfbare Forderungsbewertung aussieht.
2. Unvollständige oder nicht dokumentierte Rückstellungen (OR 960e)
Rückstellungen sind einer der sensibelsten Teile der Jahresrechnung, besonders im regulierten Umfeld. Häufig fehlen:
- Risikoanalyse
- Szenariovergleiche
- Berechnungsmethodik
- dokumentierte Entscheidgrundlagen
Warum ist das problematisch?
Ohne schriftliche Herleitung genügt die Rückstellung den Anforderungen von OR, FINIG und KAG nicht.
Wie SWA hilft:
Wir unterstützen Sie bei der nachvollziehbaren Ableitung, Dokumentation und Prüfung der Rückstellungen, damit Sie fachlich wie regulatorisch Bestand haben.
3. Unvollständige oder falsche Bewertung von Beteiligungen und Finanzanlagen
Viele Institute verlassen sich auf historische Werte oder interne Einschätzungen. Was häufig fehlt:
- jährliche Werthaltigkeitsprüfung
- DCF- oder Ertragswertmodell
- dokumentierte Bewertungsannahmen
- VR-Beschluss zur Bewertungsmethodik
Warum ist das problematisch?
Bewertungspositionen ohne Evidenz führen praktisch immer zu Zusatzschlaufen und sind ein Fokuspunkt der FINMA.
Wie SWA hilft:
Wir etablieren mit Ihnen pragmatische, evidenzbasierte Bewertungsmodelle – effizient, nachvollziehbar und regulatorisch sicher.
4. Falsche oder nicht nachvollziehbare Immobilienbewertung
Gerade in Finanzinstituten ist Immobilienbewertung ein unterschätztes Risiko. Was häufig fehlt:
- extern oder intern plausibilisierter Bewertungsbericht
- Kapitalisierungssatz mit Herleitung
- Vergleichswerte
- dokumentierte Schätzannahmen
Warum ist das problematisch?
Immobilien ohne dokumentierte Herleitung sind nicht prüffähig und ein häufiger Beanstandungspunkt.
Wie SWA hilft:
Wir begleiten Sie bei der Strukturierung, Plausibilisierung und Dokumentation der Immobilienbewertung.
5. FINIG-Organisation und Compliance-Dokumentation unvollständig
Viele Institute unterschätzen, wie intensiv FINIG die Dokumentation verlangt. Oft fehlt:
- klare Funktionentrennung
- vollständige aufsichtsrechtliche Risikobeurteilung
- ICS-Nachweise
- jährliche Angemessenheitsprüfung
- Dokumentation der Auslagerungen und Delegationen
Warum ist das problematisch?
Ohne diese Grundlagen ist die Jahresrechnung regulatorisch nicht prüfbar.
Wie SWA hilft:
Wir zeigen Ihnen, wie FINIG-Dokumentation effizient aufgebaut und nachweisbar gesteuert wird – praxisnah, nicht bürokratisch.
6. Unvollständige Unterlagen nach AO-/SRO-Reglementen (GWG, Monitoring, Abklärungen)
Immer wieder sehen wir:
- fehlendes risk-based Monitoring
- mangelnde Abklärungsdokumentation
- unvollständige GWG-Dossiers
- fehlende Kontrollnachweise
Warum ist das problematisch?
Jede Lücke führt zu SRO-Nachfragen und potenziell zu formellen Beanstandungen.
Wie SWA hilft:
Wir unterstützen Sie beim Aufbau klarer, auditfähiger GWG- und Monitoring-Evidenzen.
7. Mängel im Anhang und in den Offenlegungen
Oft fehlt:
- OR-konforme Angaben
- FINMA-relevante Offenlegungen
- KAG-spezifische Informationen
- Transparenz über Bewertungs- und Risikomodelle
Warum ist das problematisch?
Der Anhang ist das Herzstück der Rechnungslegung und häufig unvollständig.
Wie SWA hilft:
Wir liefern Vorlagen, Beispiele und Best Practices, damit Ihr Anhang vollständig, korrekt und aussagekräftig ist.
8. Fehlende Struktur und unklare Evidenzablage
Das vielleicht grösste Problem von allen. Wir erleben häufig:
- Unterlagen über verschiedene Plattformen verstreut
- fehlende Versionierung
- unklare Verantwortlichkeiten
- keine transparente Ordnerstruktur
Warum ist das problematisch?
Es kostet Zeit. Viel Zeit. Und verhindert eine effiziente, stressfreie Revision. Struktur ist kein Nice-to-have – sie entscheidet über Effizienz, Kosten und Nerven.
Wie SWA hilft:
Mit unserer SWA-Ordnerstruktur und einer klaren Evidenzlogik schaffen wir Ordnung, Klarheit und Geschwindigkeit für alle Beteiligten.
Wenn Sie Ihren Jahresabschluss 2025 ohne Zusatzschlaufen, Stress und Überraschungen durch die Revision bringen wollen, lohnt sich eine frühzeitige, strukturierte Vorbereitung. Gerne unterstützen wir Sie dabei – von der gezielten Vorprüfung über die Strukturierung der Evidenzen bis zur revisionssicheren Dokumentation. Sprechen Sie uns frühzeitig an.





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